Welthunger

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BWA-Generalratsbeschluss 1982.1

Der Generalrat des Baptistischen Weltbundes, der in Nairobi, Kenia, tagte:

2. Stellt fest, dass der 16. Oktober, der Jahrestag der Gründung der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, zum Welternährungstag erklärt wurde.

3. Unterstützt den Vorschlag von BWAid, den Oktober als Welthungermonat auszurufen und stimmt den folgenden Behauptungen zu:

  • dass Nahrung für das Wachstum eines jeden Kindes und für lebenslange Gesundheit ein grundlegendes Menschenrecht ist;
  • dass das Wohlergehen von Bauernhöfen und Bauernfamilien entscheidend für den nationalen und weltweiten Fortschritt ist;
  • dass der sorgfältige Umgang mit den Land- und Wasserressourcen, von denen die Nahrungsmittelproduktion abhängt, eine globale Verantwortung ist;
  • dass alle Nationen zusammenarbeiten, um ein ausfallsicheres System für Welternährungssicherheit und Welternährungsgerechtigkeit aufzubauen;
  • bittet die BWA-Mitgliedsgremien eindringlich, sich an diesem Gedenktag zu beteiligen, und zwar nicht nur an einem einzigen Tag oder in einem einzigen Monat, sondern um sich der Verantwortung bewusst zu werden, die wir an jedem Tag des Jahres für hungernde Menschen auf der ganzen Welt haben.

Angesichts von 15-20 Millionen Menschen, die jedes Jahr an den Folgen des Hungers sterben, 40.000 jeden Tag, 28 jede Minute (davon 21 Kinder), die Hälfte der Weltbevölkerung, die jede Nacht hungrig zu Bett geht, 1,2 Milliarden Menschen ohne reines Wasser, 1,6 Milliarden ohne wirksame medizinische Versorgung, 12,6 Millionen Flüchtlinge, müssen wir die Aussage Christi wieder hören: "Was ihr für einen dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan."

4. 4. bittet um massive Unterstützung durch unsere Gewerkschaften/Konventionen, Kirchen und Einzelpersonen, um alles zu tun, was in unserer Macht steht, um diese Situation, die eine Beleidigung für den Schöpfer und eine vernichtende Anklage gegen uns alle ist, sowohl in der Hilfe als auch in der Entwicklung umzukehren.

Außerdem soll Druck auf die Regierungen ausgeübt werden, die in der Lage sind, zu helfen, damit sie dies als eine wichtige Priorität in ihrer Wirtschaftsplanung sehen. Es ist unsere Überzeugung, dass Nahrung für die Hungernden niemals als politische Waffe angesehen werden darf.

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Claas, Gerhard, Herausgeber. Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1982: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis. Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1982.

Originalquelle Fußnote/Endnote: Gerhard Claas, ed., Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1982: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis (Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1982), S. 69.

Online-Dokument Vollzitat: BWA-Generalratsbeschluss 1982.1 Welthunger; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (BWA-Generalratsbeschluss 1982.1).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 hat die Baptistische Weltallianz die weltweite Baptistenfamilie vernetzt, um die Welt für Christus zu beeinflussen, mit der Verpflichtung, Gottesdienst, Gemeinschaft und Einheit zu stärken, in Mission und Evangelisation voranzugehen, Menschen in Not durch Hilfe, Nothilfe und Gemeindeentwicklung zu helfen, Religionsfreiheit, Menschenrechte und Gerechtigkeit zu verteidigen und theologische Reflexion und Leitungsentwicklung voranzutreiben.

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