Frieden

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Entschließung des BWA-Vorstandsausschusses 1969-08.6

Pawlik äußerte seine Enttäuschung darüber, dass es keine Entschließung zum Frieden gab. Er war auch der Meinung, dass Kopien der vorgeschlagenen Entschließungen an die Ausschussmitglieder hätten verteilt werden sollen, insbesondere an diejenigen, deren Muttersprache nicht Englisch ist. Gill teilte seine Besorgnis und fügte hinzu, er hätte sich eine Entschließung zum Thema Rasse gewünscht. Auch Tulles war der Meinung, dass die Dokumente hätten verteilt werden müssen. Nordenhaug erklärte, dass es aufgrund technischer Schwierigkeiten keine Möglichkeit gegeben habe, die Entschließungen zu vervielfältigen.

Es wurde vereinbart, dass die Resolution zum Frieden aus dem Protokoll der Versammlung in Monrovia nachgedruckt werden: Der Friede ist eine christliche Eigenschaft und sollte das persönliche Ziel eines jeden Christen sein,

die sich im Frieden mit Gott und den Mitmenschen ausdrückt, und

In der Erwägung, dass wir als Christen auf allen Ebenen dauerhaft nach Frieden streben sollten, indem wir den Frieden unter den einzelnen Menschen und unter den Bürgern verschiedener Länder fördern und uns in den Regierungsgremien der Welt für den Frieden einsetzen, und

Wir sind ein Volk des 20. Jahrhunderts, das weit hinter diesem würdigen christlichen Ideal zurückgeblieben ist; dieses Versagen hat zu verheerenden Kriegen geführt und vielen Menschen einen gewaltsamen Tod, noch mehr Menschen Hunger und ungezählten Menschen unerträgliche Not gebracht, und

in der Erwägung, dass in vielen Teilen der Welt, wie z. B. in Vietnam, im Nahen Osten, in Nigeria und anderen Ländern, Konflikte herrschen, und

In der Erwägung, daß die Spannungen in anderen Gebieten, die fast alle Kontinente betreffen, derzeit zunehmen und jederzeit in einen offenen bewaffneten Konflikt auszubrechen drohen, wodurch die Sicherheit von Personen, die Sicherheit von Nationen und der Frieden in der Welt gefährdet werden, und

Als Christen werden wir von Christus ermahnt, Frieden unter den Menschen zu stiften, und in unseren Herzen sehnen wir uns verzweifelt danach, dies zu sein und zu tun:

Wir, die Mitglieder des Exekutivausschusses des Baptistischen Weltbundes, die an diesem ersten August 1968 in Monrovia, Liberia, zu ihrer jährlichen Sitzung zusammengekommen sind, bestätigen und erklären hiermit, dass:

1. Wir bringen öffentlich unsere Last und unser Bedauern darüber zum Ausdruck, daß wir als zivilisierte Menschen, unter denen viele bekennende Christen leben, so wenig Frieden erreichen konnten und in unseren Tagen so viel Gewalt und Blutvergießen erlebt haben.

2. Wir verkünden der Welt unsere tiefe Überzeugung, dass Krieg als Mittel zur dauerhaften Lösung unhaltbar ist, und wir glauben, dass jeder Frieden, der nicht auf Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit beruht, ebenso unhaltbar und gefährlich ist.

3. Wir verpflichten uns erneut, in dieser Angelegenheit viel zu beten und unsere Mitchristen aufzufordern, dasselbe zu tun, und bitten Gott um seine Führung, wenn wir uns mit Angelegenheiten von solcher Bedeutung befassen; wir beten für die nationalen Führer, für unsere Feinde und für uns selbst und bitten darum, dass Gott uns führt, sogar bis zu dem Punkt, an dem er sich in die Angelegenheiten der Menschen und der Nationen einmischt, damit sein Wille geschehen kann.

4. Wir bemühen uns, als christliche Bürger über die sich verändernden internationalen Verhältnisse, über die Ursachen des Krieges und über die Faktoren, die zum Frieden beitragen, informiert zu sein.

5. Wir bemühen uns, unseren Familien, Freunden und Gründungskonventen jede erdenkliche Hilfestellung zu geben, um Pläne und Programme für die persönliche Lektüre, für die Diskussion in der Familie und für die kirchliche Bildungsarbeit zu entwickeln, in der Hoffnung, Geist und Verständnis auf einer dauerhaften Grundlage aufzubauen, während wir uns für den Frieden in der ganzen Welt in unserer Zeit einsetzen.

6. Darüber hinaus appellieren wir an unsere Mitglieder, im Hinblick auf die gegenwärtigen Konflikte in Vietnam, Nigeria, dem Nahen Osten und an anderen Orten alle, die sich für rasche und gerechte Lösungen einsetzen, dringend im Gebet zu unterstützen. [ENDE]

Stichwörter

BWA; Naher Osten; Nigeria; Frieden; Vietnam.

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Nordenhaug, Josef, Herausgeber. Baptistischer Weltbund: Protokoll der Sitzung des Exekutivausschusses vom 2. bis 6. August 1969 in Baden bei Wien, Österreich. Washington, D.C.: Baptistischer Weltbund, 1969.

Originalquelle Fußnote/Endnote: Josef Nordenhaug, ed., Baptistischer Weltbund: Protokoll der Sitzung des Exekutivausschusses vom 2. bis 6. August 1969 in Baden bei Wien, Österreich (Washington, D.C.: Baptistischer Weltbund, 1969), S. 58-59.

Online-Dokument Vollzitat: Entschließung des BWA-Vorstandsausschusses 1969-08.6 Frieden; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (Entschließung des BWA-Vorstandes 1969-08.6).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

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