Nuklearwaffen

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BWA-Generalratsbeschluss 1983.3

Wir bekräftigen unsere Überzeugungen, die in der Resolution 1982.5 zum Ausdruck kommen, die letztes Jahr in Nairobi, Kenia, verabschiedet wurde. Diese Resolution schloss sich der Erklärung des Baptistenbundes von Schweden aus demselben Jahr an und wies auf die Moskauer Erklärung hin.

Wir fordern weiterhin, dass friedliche Mittel von Baptistengremien eingesetzt werden, um nationale Regierungen in Richtung Frieden und Abrüstung zu beeinflussen, dass in Ländern, in denen die Pressefreiheit, der Zugang zu den Medien und friedliche Demonstrationen eingeschränkt sind, internationaler Druck ausgeübt wird, um dem Wunsch der Menschen nach Abrüstung eine Stimme zu geben.

Wir bekräftigen, dass der Gott, der die Welt und alle, die in ihr existieren, erschaffen hat, uns zu rechenschaftspflichtiger Verantwortung im Umgang miteinander und mit der Schöpfung aufgerufen hat. Wir glauben an die Herrschaft Jesu Christi über alle Aspekte des menschlichen Lebens und bekennen uns dazu. Unser christlicher Glaube prägt uns den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens ein.

Das Vorhandensein von Atomwaffen ist ein direkter Affront gegen unsere christlichen Überzeugungen und Verpflichtungen. Wir finden in der Heiligen Schrift keine Rechtfertigung für den Einsatz solcher Waffen, die eine unkontrollierte Verwüstung über die menschliche Gemeinschaft bringen würden. Unser positives Engagement gilt dem Shalom. Wir engagieren uns für Frieden mit Gerechtigkeit.

Wir rufen die Nationen der Welt auf, die Produktion von Atomwaffen zu stoppen, die jetzt existierenden abzubauen und sich an einem Programm der gegenseitigen überprüfbaren Inspektion zu beteiligen. Wir melden auch unsere wachsende Besorgnis über die sichere Entsorgung von radioaktiven Abfällen an.

Die jüngste Schätzung der Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass bei der konservativsten Schätzung 2 1⁄4 Milliarden Menschen unmittelbare Opfer eines totalen Atomkriegs wären, unzählige weitere Millionen würden verhungern. Es ist klar, dass das zivilisierte Leben, wie wir es jetzt erleben, aufhören würde. Riesige Landstriche würden

so stark verstrahlt, dass kein Mensch dort leben könnte. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass selbst die umfangreichsten Zivilschutzmaßnahmen diese Schätzungen ändern würden.

Im Namen Gottes und der Menschheit rufen wir zu einer entschlossenen Anstrengung innerhalb einer bestimmten Frist für die Abschaffung aller Atomwaffen auf und fordern alle unsere konstituierenden Gremien auf, dieses Ziel innerhalb ihrer jeweiligen politischen Systeme zu fördern.

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Claas, Gerhard, Herausgeber. Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1983: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis. Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1983.

Originalquelle Fußnote/Endnote: Gerhard Claas, ed., Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1983: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis (Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1983), S. 62.

Online-Dokument Vollzitat: BWA-Generalratsbeschluss 1983.3 Nuklearwaffen; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (BWA-Generalratsbeschluss 1983.3).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 hat die Baptistische Weltallianz die weltweite Baptistenfamilie vernetzt, um die Welt für Christus zu beeinflussen, mit der Verpflichtung, Gottesdienst, Gemeinschaft und Einheit zu stärken, in Mission und Evangelisation voranzugehen, Menschen in Not durch Hilfe, Nothilfe und Gemeindeentwicklung zu helfen, Religionsfreiheit, Menschenrechte und Gerechtigkeit zu verteidigen und theologische Reflexion und Leitungsentwicklung voranzutreiben.

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