Nuklearwaffen

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BWA-Generalratsbeschluss 1984.1

Einmal mehr bringen WIR UNSERE GROSSE BESORGNIS über die internationalen Spannungen, die bewaffneten Konflikte in bestimmten Regionen, die wirtschaftliche Belastung durch große Rüstungen und Streitkräfte, die Gefahr der nuklearen Vernichtung der Menschheit zum Ausdruck;

WIR DRÄNGEN die Großmächte:
a) auf den Ersteinsatz von Atomwaffen zu verzichten;

b) ein sofortiges verifizierbares Einfrieren auszuhandeln und damit die weitere Entwicklung, Erprobung, Produktion und Stationierung von Atomwaffen zu verhindern;

c) eine Atmosphäre für eine Reduzierung der Waffen und größere internationale Harmonie zu schaffen.

WIR BEGRÜSSEN die jüngste Einrichtung einer Universität für den Frieden durch die Vereinten Nationen, die Ausrufung eines Tages im September als Tag des Friedens und die Erklärung, daß 1986 als Internationales Jahr des Friedens begangen werden soll. Wir bringen auch unsere Anerkennung dafür zum Ausdruck, daß die guten Dienste des Generalsekretärs der Vereinten Nationen dazu beigetragen haben, die Rückkehr zur Normalität in vielen unruhigen Gebieten der Welt, wie Iran, Irak, Afghanistan und Teilen Südostasiens, zu erleichtern.

WIR DRÄNGEN die Regierungen aller Länder, auf den Einsatz militärischer Macht zur Beilegung menschlicher Konflikte zu verzichten.

WIR UNTERSTÜTZEN den Vorschlag der bei den Vereinten Nationen vertretenen Nichtregierungsorganisationen, eine Friedenskonferenz für den Nahen Osten einzuberufen, zu der alle Konfliktparteien eingeladen werden sollten.

WIR BRINGEN UNSER MITGEFÜHL UND UNSERE BESORGNIS für unsere baptistischen Glaubensgeschwister und andere Christen in den Gebieten Zentralamerikas, des Nahen Ostens, des südlichen Afrikas und Südostasiens zum Ausdruck, in denen ständig Unruhen herrschen,

und wir fordern Baptisten überall auf, regelmäßig für sie in ihrer ständigen Suche nach Gerechtigkeit und Frieden Gottes und für alle anderen Bewohner dieser Regionen zu beten.

FORDERN WIR AUCH UNSERE KIRCHEN AUF:
a) ihre jeweiligen Regierungen zu ermutigen, "den Frieden zu suchen und ihn zu verfolgen";

b) den internationalen religiösen und kulturellen Austausch und Freundschaften, einschließlich der Partnerschaft der Kirchen, zu fördern und daran teilzuhaben, als einen positiven Schritt zum Abbau von Barrieren gegenseitiger Angst und gegenseitigen Misstrauens;

c) zu überlegen, welche anderen Aktionen möglich sind, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, indem man "das Salz der Erde" und das "Licht der Welt" ist.

SCHLIESSLICH ERKENNEN WIR AN, dass wir laut der Heiligen Schrift das Ende der "Gerüchte über Kriege" vielleicht nicht sehen werden, aber wir erinnern alle unsere Leute daran, dass unser Erlöser, Jesus Christus, der Preis des Friedens ist und dass die Verpflichtung ihm gegenüber eine Verpflichtung ist, ein Friedensstifter zu sein. Deshalb ermutigen wir die Einbeziehung von Friedenserziehung und -aktion in die Programme unserer Gemeinde. Wir werden "keinen Krieg mehr studieren".

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Claas, Gerhard, Herausgeber. Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1984: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis. Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1984.

Originalquelle Fußnote/Endnote: Gerhard Claas, ed., Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1984: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis (Washington, DC: Baptistischer Weltbund, 1984), S. 85.

Online-Dokument Vollzitat: BWA-Generalratsbeschluss 1984.1 Nuklearwaffen; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (BWA General Council Resolution 1984.1).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 hat die Baptistische Weltallianz die weltweite Baptistenfamilie vernetzt, um die Welt für Christus zu beeinflussen, mit der Verpflichtung, Gottesdienst, Gemeinschaft und Einheit zu stärken, in Mission und Evangelisation voranzugehen, Menschen in Not durch Hilfe, Nothilfe und Gemeindeentwicklung zu helfen, Religionsfreiheit, Menschenrechte und Gerechtigkeit zu verteidigen und theologische Reflexion und Leitungsentwicklung voranzutreiben.

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