Kommunikation mit osteuropäischen Ländern

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Entschließung des BWA-Vorstandsausschusses 1969-08.4

(Vorgestellt von van der Laan)

1. Wir, der Exekutivausschuß des Baptistischen Weltbundes, der vom 2. bis 6. August 1969 in Baden bei Wien, Österreich, tagte, nehmen mit Dankbarkeit gegenüber Gott die Anwesenheit von Delegationen aus den folgenden osteuropäischen Ländern zur Kenntnis: Tschechoslowakei, Deutsche Demokratische Republik, Ungarn, Polen, Rumänien, U.S.S.R., Jugoslawien.

2. Wir fordern unsere Gewerkschaften auf, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um mit den Kirchen und Verantwortlichen in diesen Ländern in Kontakt zu treten und alle offenen und legitimen Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern.

3. Dennoch stellen wir mit einiger Besorgnis fest, dass der Name des Baptistischen Weltbundes und seiner Mitgliedsverbände von bestimmten Einzelpersonen, die einige der oben genannten Länder besucht haben, unbefugt benutzt wird, um durch ihre Schriften und öffentlichen Äußerungen Geld für die von ihnen vertretenen Anliegen zu sammeln. Wir empfehlen unseren Mitgliedsgewerkschaften und ihren Führungskräften, ihre Diskretion zu wahren und bei allen Reaktionen, zu denen sie aufgefordert werden könnten, die nötige Vorsicht walten zu lassen. [ENDE] [Anmerkung des Historikers: Siehe unten; Maßnahme 3 wurde durch anschließende Abstimmung gestrichen.]

Hargroves wies darauf hin, dass diese Entschließung aus drei Teilen besteht. Die Anwesenheit von Vertretern aus den östlichen Ländern wird anerkannt, die Zusammenarbeit wird gefördert, und der dritte Teil ergibt sich aus einer besonderen Situation. Nordenhaug erklärte, sowohl sein Name als auch der des Baptistischen Weltbundes seien kürzlich fälschlicherweise in einer Liste von Organisationen aufgeführt worden, die an einer Demonstration teilgenommen hätten. Auch sonst sei der Name BWA unberechtigt verwendet worden.

In der anschließenden Diskussion wurde beanstandet, dass die Behauptungen im dritten Teil der Entschließung zu vage sind. Gleichzeitig wurde die Auffassung vertreten, dass es unklug wäre, genauer zu sein.

Es wurde ein Antrag auf Streichung des dritten Teils der Entschließung gestellt, der angenommen wurde.

Stassen beantragte eine zusätzliche Entschließung, in der die Mitglieder darauf hingewiesen werden, dass es Vorfälle gegeben hat, in denen der Name der BWA und ihrer Amtsträger unbefugt verwendet wurde, und dass die Mitglieder sich vor solchen Vorfällen hüten sollen.

McCall beantragte, und es wurde unterstützt, dass diese Erklärung den Baptistenbrüdern zur Prüfung empfohlen wird, da sie nicht für eine Entschließung geeignet ist.

Stichwörter

BWA; Tschechoslowakei; Osteuropa; Deutsche Demokratische Republik; Ungarn; Polen; Rumänien; U.S.S.R.; Jugoslawien.

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Nordenhaug, Josef, Herausgeber. Baptistischer Weltbund: Protokoll der Sitzung des Exekutivausschusses vom 2. bis 6. August 1969 in Baden bei Wien, Österreich. Washington, D.C.: Baptistischer Weltbund, 1969.

Originalquelle Fußnote/Endnote: Josef Nordenhaug, ed., Baptistischer Weltbund: Protokoll der Sitzung des Exekutivausschusses vom 2. bis 6. August 1969 in Baden bei Wien, Österreich (Washington, D.C.: Baptistischer Weltbund, 1969), S. 57-58.

Online-Dokument Vollzitat: Entschließung des BWA-Vorstandsausschusses 1969-08.4 Kommunikation mit osteuropäischen Ländern; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (Entschließung des BWA-Vorstandes 1969-08.4).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

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