Bosnien

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BWA-Generalratsbeschluss 1993.7

Der Generalrat des Baptistischen Weltbundes, der vom 6. bis 9. August 1993 in Harare, Simbabwe, tagte,

VERURTEILT den vorsätzlichen Einsatz von "ethnischen Säuberungen" und den systematischen Einsatz von Vergewaltigungen als Kriegswaffe in der ehemaligen Republik Jugoslawien und spricht den Hunderttausenden von Opfern sein tief empfundenes Mitgefühl aus;

ANERKENNT die Aufrichtigkeit der humanitären Hilfsbemühungen, die nicht ohne menschliche Kosten geblieben sind;

BEDAUERT zutiefst das Versagen der europäischen Nationen, einzeln und gemeinsam, und auch der Vereinten Nationen, wirksam zu intervenieren;

BETRACHTET mit Sorge die interreligiöse Interpretation dieses Konflikts mit der Annahme, dass den westlichen Nationen die Notlage der Muslime in Bosnien gleichgültig ist, und

spricht sich gegen jede Lösung aus, die eine bewaffnete Aggression belohnt, da sie glaubt, dass eine solche Lösung einen gefährlichen Präzedenzfall schafft.

Zitate

Originalquellen-Bibliografie: Lotz, Denton, Herausgeber. Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1993-1994: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis. McLean, VA: Baptistischer Weltbund, 1993.

BWA-Generalratsbeschluss 1993.7

Originalquelle Fußnote/Endnote: Denton Lotz, ed., Jahrbuch des Baptistischen Weltbundes 1993-1994: Protokoll der Generalratssitzung und Verzeichnis (McLean, VA: Baptist World Alliance, 1993), S. 113.

Online-Dokument Vollzitat: BWA-Generalratsbeschluss 1993.7 Bosnien; https://www.baptistworld.org/resolutions.

Im-Text-Online-Zitation: (BWA General Council Resolution 1993.7).

Weitere Informationen zu den Resolutionen der Baptist World Alliance finden Sie unter BaptistWorld.org/resolutions.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 hat die Baptistische Weltallianz die weltweite Baptistenfamilie vernetzt, um die Welt für Christus zu beeinflussen, mit der Verpflichtung, Gottesdienst, Gemeinschaft und Einheit zu stärken, in Mission und Evangelisation voranzugehen, Menschen in Not durch Hilfe, Nothilfe und Gemeindeentwicklung zu helfen, Religionsfreiheit, Menschenrechte und Gerechtigkeit zu verteidigen und theologische Reflexion und Leitungsentwicklung voranzutreiben.

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